Startseite

Begriffe

Um das Wesen der Dinge, das Wesen der uns umgebenden Welt zu ergründen ist es – aus meiner Sicht - wichtig einige grundlegende Begriffe klar zu stellen und Zusammenhänge sich zu verdeutlichen.

Aus exoterischer Sicht, der Sicht der Wissenschaft, des Materialismus ist die Materie das einzig Wirkliche und Wirkende. Seele und Geist sind lediglich Funktionen materiellen Geschehens, d.h. ohne Körper keine Seele und kein Geist. Die Materie gilt als das Ursprüngliche, Träger und Ursache allen Geschehens.
Aus esoterischer Sicht werden die Dinge von ihrem inneren Wesen her betrachtet.
Alles entspringt aus dem Geist, dem letzten Ziel und der ersten Ursache aller Dinge.
Gedanken des Weltgeistes manifestieren sich in der Materie. Die Seele ist der Mittler zwischen Geist und Materie.
Alle menschlichen Schöpfungen der Kunst und der Technik sind Gedanken entsprungen, sind Ausdruck einer schöpferischen Kraft außerhalb des Materiellen, die die Materie gestaltet und beherrscht.
Astrologie, Alchimie, Mystik, Magie und auch die Homöopathie wurzeln auf dieser Erkenntnis.
Grundstreben allen Seins ist die Höherentwicklung. So beschreibt die Astrologie den Aufbau des Seins, die Alchimie deren Höherentwicklung vom Niederen zum Höheren und die Magie „Gebrauch und Lenkung der Kräfte, die die Entwicklung leiten“ (Oskar Adler)
Eben im Sinne dieser Höherentwicklung ist auch der Gedanke und das Wirken der Reinkarnation zwingend und nicht bloß eine „Theorie“. Reinkarnation erst gibt der Astrologie ihren Sinn und erklärt die unterschiedlichen Voraussetzungen mit denen Menschen ins Leben treten.
Es wird dem menschlichen Wesen und seinem Potential einfach nicht gerecht und nimmt diesem im Grunde jeglichen Sinn, zwängt man es in die kurze, unbestimmte Spanne zwischen leiblicher Geburt und leiblichem Tod!
Vom höheren Standpunkt des Weltgeistes aus betrachtet gibt es keine Spaltung, keine Vielheit.
Alles ist Einheit. Materie in der unermesslichen Vielfalt ihrer Erscheinungsformen ist ihrem Wesen nach Energie.
„Die Rückführung eines Dinges in die Vergangenheit bedeutet seine Auflösung in die einfachsten Elemente“ die sich für unseren Blick schließlich im Weltstoff verlieren, wie Teilhard de Chardin es ausdrückt und zu der Erkenntnis gelangt:. „Höheres Sein ist umfassenderes Vereintsein.“ Und dieses umfassendere Vereintsein ist nichts anderes als höheres Bewusstsein.

Nehme ich alle chemischen Elemente einer Pflanze und mische diese in einem Gefäß, so ergibt sich daraus keine lebendige Pflanze – egal wie lange ich das Gefäß schüttele!
Hier muss ein übergeordnetes Formbildungsprinzip, eine Lebenskraft wirken, die mit den Sinnen nicht wahrnehmbar ist – der Weltgeist, der alle Formen als Urbilder, als Ideen (Platons Ideenlehre) in sich trägt.

Dies meint letztlich auch C.G. Jung, wenn er von dem unergründlichen „Urnatur, dem Objektiv-Psychischen“ spricht. Seine Urbilder sind psychische Inhalte oder Archetypen des „Artwesens Mensch und seiner Evolution“.
Ebendiesen Grundgedanken drückt auch Rupert Sheldrake mit den „morphogenetischen Feldern“ aus, die formbildend in der Natur wirken.
Es sind hinter den Dingen wirkende Kräfte, die Formen in die Materie „hineintreiben“, strukturieren, lenken, sichtbar machen für unsere Sinnesorgane.

Um sich diesem Unergründlichen anzunähern, muss man sich von begrenzten Betrachtungsweisen lösen.
Die Idee eines personalisierten Gottes ist abwegig. Geprägt ist das Gottesbild in der Gedankenwelt des Christentum vermutlich durch die religiösen Darstellungen in der Kunst, in der Gott als „alter Mann mit Bart“ dargestellt wird. Er wäre somit begrenzt und Teil des Ganzen, nicht sein Urgrund.
Somit finde ich persönlich den Ausdruck „Weltgeist“ passender, weil abstrakter und nicht bildhaft vorbelastet.
Eine Vorstellung von der Urnatur ist dem begrenzten menschlichen Verstand einfach nicht möglich, was nicht heißt, dass der Gegenstand der Vorstellung unmöglich ist bzw. nicht existiert.

Ein Wesen, dass auf einer Fläche (etwa einem Blatt Papier) zu Hause ist, kann einen dreidimensionalen Körper, wie eine Kugel in ihrer Ganzheit niemals erfassen, lediglich deren Projektion in seine „Flächenwelt“ in Form von Kreisen, Schnittflächen.
Entsprechend kann der Mensch mit seinem dreidimensionalen Wahrnehmungsapparat keine höherdimensionalen Gebilde erfassen – in ihrer Ganzheit vor sich sehen.
Man muss sich das göttliche Wesen, den Geist sozusagen herausdestillieren aus der Welt des sinnlich Wahrgenommenen.
Alles sinnlich wahrgenommene Geschehen ist ein Gleichnis für ein übergeordnetes geistiges Geschehen.